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Umschulden
Wer bei den Spar- und Darlehenskassen, der österreichischen Postbank oder diversen Autobanken verschiedene Kredite abgeschlossen hat, der kann unter Umständen schon den Überblick über seine Ausgaben verlieren.
Von daher kann es zuweilen gut und vernünftig sein, ein Umschulden der Kredite vorzunehmen und diese zu einem einzigen neuen Kredit zusammenzufassen.
Allerdings ist es zwingend erforderlich, vor einem Umschulden der Kredite eine Vergleichsrechnung durchzuführen. Denn Umschulden bedeutet, dass bereits laufende aber noch nicht vollständig getilgte Kredite vorher gekündigt werden müssen.
Grundsätzlich fällt dabei eine Vorfälligkeitsentschädigung für entgangene Zinszahlungen der Bank an. Dabei richtet sich die Höhe dieser Gebühr nach der Restlaufzeit des Kredites sowie des noch offenen Kreditbetrages. Bei einem Konsumkredit liegt diese Vorfälligketsentschädigung sicher im erträglichen Rahmen; bei einer Immobilienfinanzierung hingegen kann eine vorzeitige Kündigung des Kredites, um ein Umschulden vorzunehmen, schon mehrere tausend Euro ausmachen.
Daher macht ein Umschulden tatsächlich nur dann Sinn, wenn das Umschulden aus Gründen geschieht, die der aktuellen Zinslage geschuldet sind. Und auch hier ist das Umschulden vorher genau durchzurechnen, ob mit dem Umschulden zu einem Kredit und Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung für die Altkredite der Kreditnehmer tatsächlich besser fährt oder das Umschulden nicht lieber bleiben lässt und die Kredite in der Form weiter bedient wie bisher.
Ist die Entscheidung für ein Umschulden aber gefallen, dann ist noch die Frage zu klären, bei welcher Bank das Umschulden durchgeführt werden soll. Ein vorheriger Kreditvergleich wäre da an erster Stelle zu empfehlen.
Oftmals bieten gerade Online-Anbieter den Kunden ein Umschulden alter Kredite zu guten Konditionen an. Zudem kümmern sie sich auch um die Ablösung der Altkredite.
Unter Umschuldungen versteht man allgemein den Wechsel von einem Kreditinstitut
zu einem anderen unter Mitnahme eines Kredites. Aufgrund der langen Laufzeiten
der Kredite sind Umschuldungen besonders aus dem Bereich der Baufinanzierungen
bekannt, aber auch bei Privatkrediten kann es durchaus sinnvoll sein, über
Umschuldungen nachzudenken.
Umschuldungen machen generell immer dann Sinn, wenn die Kosten des Kredites
durch die Umschuldungen erheblich gemindert werden können.
Zu diesen Kosten zählen neben dem Zins aber auch eine evtl. Abschlussgebühr,
sowie Einwertungsgebühren, Notarkosten und dergleichen. Das Gesamtpaket muss
stimmen: Die Gesamtsumme alle Kosten muss also, über die neue Kreditlaufzeit
gerechnet, geringer sein als das, was man bei dem bisherigen Kreditinstitut gezahlt
hätte.
Umschuldungen werden, gerade in der Immobilienfinanzierung, oftmals sehr lange
im Voraus geplant. Bei Baufinanzierungskrediten ist es nicht unüblich, Umschuldungen
schon bis zu vier Jahre vor dem Ende der Zinsbindungsfrist des alten Darlehens
vertraglich zu fixieren, also schon einen neuen Vertrag bei einer anderen Gesellschaft
abzuschließen. Umschuldungen schon so früh in die Wege zu leiten, kann
immer dann Sinn machen, wenn der Zins, der aktuell am Markt üblich ist, mit
hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende der Zinsbindungsfrist wieder steigen wird
und Umschuldungen zu diesem Zeitpunkt daher sehr wahrscheinlich teurer wären
als heute.
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